
Margot Genet ist eine französische lyrische Sopranistin, deren umfangreiches Repertoire von Händel, Mozart und Donizetti bis zur französischen Musik und zur zeitgenössischen Musik reicht. Sie ist Ensemblemitglied des Saarländischen Staatstheaters in Saarbrücken.
Dort sang sie unter anderem Pamina (Die Zauberflöte), Blanche de la Force (Dialogues des Carmélites) und Woglinde (Götterdämmerung), eine Produktion, die auch an der Opéra Royal de Versailles gezeigt wurde. Ihre Interpretation der Blanche wurde von der deutschen Presse für ihr „unglaubliches Spektrum“ und ihre ausdrucksstarke Gestaltung gelobt. Die Spielzeit 2026/2027 ist geprägt von ihren Rollendebüts als Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen), Gänsemagd (Königskinder) und Rose Maurrant (Street Scene) sowie von Brahms’ Deutschem Requiem. Am Theater Bremen ist sie als Stela in Innocence zu erleben.
Von 2023 bis 2025 war Margot Genet Ensemblemitglied am Musiktheater im Revier (MiR), wo sie sich in Rollen wie Musetta (La Bohème), Nannetta (Falstaff), Despina (Così fan tutte) und Stela (Innocence von Kaija Saariaho) auszeichnete. 2024 erhielt sie den Gelsenkirchener Theaterpreis für herausragende Leistungen am MiR. Parallel gastierte sie an der Opéra Comique in Zémire et Azor unter der Leitung von Louis Langrée, mit dem B’Rock Orchestra unter der musikalischen Leitung von René Jacobs in Carmen, bei den Händel-Festspielen Halle sowie mit den Bochumer Symphonikern.
Ihr Bühnendebüt gab sie 2019 im Rahmen des Opéra Studio der Opéra National de Lyon mit den Partien Feuer, Prinzessin und Nachtigall (L’Enfant et les Sortilèges), Ygraine (Ariane et Barbe-Bleue) sowie Poussette (Manon, konzertant), unter der Leitung von Daniele Rustioni in Lyon und am Théâtre des Champs-Élysées. Anschließend wurde sie Mitglied des NRW Opernstudios, wo sie unter anderem Eurydike (Orphée aux Enfers), Norina (Don Pasquale), Papagena (Die Zauberflöte) und die Titelrolle in Die Kinder des Sultans von Avner Dorman am Aalto Theater Essen, Theater Dortmund, Oper Wuppertal und Musiktheater im Revier sang.
Die in Limoges geborene Margot Genet begann ihre musikalische Ausbildung mit dem Violoncello, bevor sie sich dem Gesang widmete. Sie studierte an der Haute École de Musique de Genève und an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Elisabeth Werres. Sie erhielt Stipendien der „Malvina und Denise Menda“-Stiftung der Opéra Comique (2021) und des Richard-Wagner-Verbands Dortmund (2023), war Mitglied der Académie Jaroussky in der Saison 2020/21 und nahm 2021 an der Académie de l’Abbaye de Royaumont sowie 2022 am Atelier Lyrique des Verbier Festivals teil. Derzeit arbeitet sie mit dem New Yorker Vocal Coach Neil Semer.

